Apokalyptische Reiter, Schaumstoff, 290 x 450 x 130 cm, Ausstellungsansicht Galerie Terminus München, Foto Klaus Reiter,2008

Objektkünstlerin, Malerin

Ulla Reiter

Dass das Gegenwärtige immer auch zukünftige Vergangenheit ist, bildet ebenfalls einen wichtigen Aspekt für Ulla Reiter.
Ihre großformatigen Schaumstoff-Skulpturen kennzeichnet die wechselseitige Durchdringung von Heute und Gestern, Moderne und Mythologie, Anachronismus und Futurismen: ein Panther, der unter einem Tödchenbaum innehält. Kämpfer und Engelgefieder. Samurai-Krieger, Hyänen, Space-Invadors – das sind Kunst-Stoffe oder "Plastiken" im wörtlichen Sinn; aufgeschäumte Phantasien für ein Zeitalter, das von kollektiver Schwerelosigkeit träumt und den Bindekräften des Mythos doch nicht entsagen kann.
Reiter flößt der technikgläubigen und vernunftbetonten Moderne, hier vertreten durch den Schaumstoff, über die Sonden der Kunst eine gehörige Dosis "Wildes Denken" ein.
(Aus ÜBERLEGUNGEN ZUR KUNST IN DER RISIKOGESELLSCHAFT von Jörg Scheller. Katalog "Tanz auf dem Vulkan", München 2010, S.40)

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