Rosskastanie

Kleine Glockenblüte

Der Sessel


Holzbildhauerin

Stephanie Huber

Kraftvoll, weich, wuchtig, weiblich, lebendig, prall, geheimnisvoll, eigen, echt...

Beim Betrachten von Stephanie Hubers Arbeiten kommen einem unwillkürlich diese Wörter in den Sinn. Das Holz scheint zu atmen, sich zu bewegen, zu wachsen, zu drängen, sich dynamisch zu formen, als wäre eine unsichtbare dahinterliegende Energie eingefangen worden. Das Material lädt zur Berührung ein, raue und glatte, wärmere und kühlere Oberflächen bieten sich dar. Das Holz ist zugleich Instrument, hat seinen eigenen Klang. Die Kunstwerke wollen begriffen, ertastet, hochgehoben werden, manche sind zum Auseinandernehmen gemacht, immer gehören sie mitten ins Leben, niemals stehen sie in einem vom Leben abgeschnittenen heiligen (Ausstellungs-) Raum der Kunst. Viel Geschwungenes ist dabei, zum Teil spitz zulaufend, zum Teil mit Graten versehen, wenig Linear-Starres. Innere und äußere Erscheinung werden zueinander in Beziehung gesetzt, bleiben oft Geheimnis: Was verbirgt das raue Äußere? Ist da überhaupt etwas hinter der äußeren "Haut" oder "Rinde", der Hülle des Objekts?

So wie wir beim Ansehen und Erfassen der Werke staunen, so steht auch die Künstlerin bewundernd und staunend, ergriffen und fasziniert vor den Werken und dem Wirken der Natur und gibt sich ganz den Naturkräften hin, die dann ohne ihr bewusstes Dazutun unter ihren Händen Gestalt annehmen. In ihrer Arbeit folgt sie den Pfaden dieser formenden Kraft und macht sie vergrößert sichtbar.